Weniger km/h, weniger Tote – Was ein 80km/h‑Limit auf Landstraßen bewirken würde (Mediengespräch, 18.06.2026)

Jahr für Jahr sterben in Österreich und Deutschland zusammen über 3.000 Menschen einen sinnlosen Tod bei Unfällen im Straßenverkehr. Was deren Anzahl betrifft, haben sowohl die Österreichische Verkehrssicherheitsstrategie 2021-2030 (minus 50% Verkehrstote im Jahr 2030 gegenüber vorher) als auch das deutsche Verkehrssicherheitsprogramm 2021–2030 (minus 40%) ambitionierte Ziele. Längst absehbar ist jedoch, dass diese Ziele nicht erreicht werden. Um wenigstens in ihre Nähe zu kommen, würde es starke Maßnahmen brauchen, die dort ansetzen, wo besonders viele Verkehrstote vermeidbar wären. Dies sind eindeutig die Landstraßen mit einem Anteil von in beiden Ländern rund 60% an allen Getöteten im Straßenverkehr. Gleichzeitig sind Österreich und Deutschland die letzten Länder in der EU mit einem generellen Tempolimit von 100 km/h auf ebendiesen Straßen. Da wissenschaftlich bestens abgesichert ist, dass bereits geringe Änderungen der durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeiten überproportional auf die Schwere von Unfallfolgen wirken, ist es naheliegend, dieses hohe Tempolimit zu hinterfragen.

Im Mediengespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz beleuchten Uwe Plank-Wiedenbeck und Wolfgang J. Berger die zu erwartenden Wirkungen und Potenziale eines generellen Tempolimits von 80 km/h auf Landstraßen.​

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Moderation: Alexander Behr
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz