Radikalisierung im Netz: Schützen Altersgrenzen vor Extremismus? (Mediengespräch, 18.03.2026)

In mehreren Ländern werden derzeit Altersbeschränkungen für die Nutzung sozialer Medien diskutiert. Australien hat kürzlich ein Mindestalter von 16 Jahren beschlossen, ähnliche Überlegungen gibt es auch in der EU. Auch in Österreich und Deutschland w ird debattiert, ob gesetzliche Zugangsbeschränkungen Minderjährige wirksam vor schädlichen Inhalten und Radikalisierung schützen können. Die Diskussion wirft grundlegende Fragen auf: Wie effektiv sind solche Maßnahmen? Und wie gut erfassen sie die Vielfalt digitaler Radikalisierungswege?

Denn Online-Radikalisierungprozesse finden auch abseits klassischer Social Media Plattformen statt: in Gaming Communities, Messenger Gruppen und pseudonymen Foren kursieren extremistische Inhalte weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Debatte. Darüber hinaus schaffen gesellschaftliche Polarisierung und die technische Struktur digitaler Plattformen Bedingungen, unter denen radikale Inhalte entstehen und sich festigen. Während sich die Debatte auf Jugendliche fokussiert, wird oft übersehen, dass auch Erwachsene diesen Dynamiken ausgesetzt sind.

Dies nimmt Diskurs. Das Wissenschaftsnetz zum Anlass, die Mechanismen digitaler Radikalisierung und die Wirksamkeit politischer Gegenmaßnahmen zu beleuchten. Expert:innen analysieren, wo die eigentlichen Risiken liegen, welche Rolle Plattformdesign und Regulierung spielen und ob Altersgrenzen ein sinnvoller Baustein im Umgang mit Radikalisierung und Extremismus sein können.

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Moderation: Anna Hasenauer
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz