Europas Natur verbinden und schützen: Von politischen Zusagen zur praktischen Planung (Mediengespräch, 13.10.2026)

Wann & Wo
Dienstag, 13.Oktober 2026
10 Uhr
Via Zoom – zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/meeting/register/22Owrbn4SISWD7lQvF7DIw
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Dr. Alexander Behr
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alexander.behr@univie.ac.at
Freya Kosciesza
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Sophie Menasse
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Am 19. Oktober 2026 beginnt in Jerewan, Armenien, die 17. Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, kurz COP17) des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, kurz CBD), bei der erstmals überprüft wird, wie weit die Vertragsstaaten bei der Umsetzung des Kunming-Montreal-Rahmenwerks für biologische Vielfalt (KMGBF) vorangekommen sind. Von den 23 KMGBF-Zielen, zu deren Erreichung sich die Vertragsparteien bis 2030 verpflichtet haben, betreffen 3 gebietsbezogene Schutzmaßnahmen:
- Ziel 1: 100% der Land- und Meeresflächen durch biodiversitätsinklusive integrierte Raumplanung zu bewirtschaften;
- Ziel 2: 30% der degradierten marinen, terrestrischen und Süßwasserökosysteme wiederherzustellen;
- Ziel 3: 30% der Meeres- und Landflächen ökologisch repräsentativ, wirksam und gerecht verwaltet sowie gut vernetzt zu schützen.
Die EU hat diese Ziele in die ersten vier Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie übernommen. Dazu zählt Ziel 1: die Schaffung eines kohärenten und resilienten Transeuropäischen Naturnetzwerks – also eines Netzwerks, das ökologisch repräsentativ, räumlich ausreichend, resilient und wirksam verwaltet ist.
In dem Horizon-Europe-Projekt NaturaConnect – einer Kooperation von 22 Partnerinstitutionen – wurden die räumliche Evidenz und ein Bauplan für ein Transeuropäisches Naturnetzwerk (TEN-N) erarbeitet. Dieser Bauplan liefert Daten, Methoden, Werkzeuge und Kapazitäten sowie einen konkreten räumlichen Plan, um die drei gebietsbezogenen KMGBF-Ziele in der EU und benachbarten Ländern umzusetzen. Carla Freund, Martin Jung und Piero Visconti erläutern, was die Ergebnisse für die europäische und globale Biodiversitätspolitik bedeuten. Carla Freund beschreibt den politischen Kontext und was Europa nach Jerewan mitbringt. Piero Visconti und Martin Jung erläutern die Wissenschaft hinter NaturaConnect, ordnen die Ergebnisse in einen österreichischen Kontext ein und zeigen, wie Entscheidungsträger:innen die Instrumente nutzen können.
INPUTS:
Carla Freund, MSc (IIASA): „Europas Naturschutzzusagen – Politik auf dem Weg zur COP17 und 2030“
Carla Freund ist Policy Officer am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Wien, wo sie in der Gruppe Biodiversity, Ecology and Conservation seit 2024 tätig ist. Mit knapp sieben Jahren Erfahrung im Bereich EU-Umwelt- und Naturschutzpolitik konzentriert sich ihre Arbeit darauf, die Lücke zwischen Wissenschaft und Politik zu schließen, indem sie räumliche und ökologische Evidenz in handlungsrelevante Grundlagen für europäische Entscheidungsträger:innen übersetzt.
Martin Jung, PhD (IIASA): „Die Wissenschaft hinter einem Transeuropäischen Naturnetzwerk“
Martin Jung ist Senior Research Scholar in der Forschungsgruppe Biodiversity, Ecology and Conservation des IIASA-Programms für Biodiversität und natürliche Ressourcen. Seine aktuelle Forschung konzentriert sich im Wesentlichen auf Nexus-Themen wie Landnutzung, sozioökonomische Bewirtschaftungspraktiken und Biodiversitätsindikatoren sowie auf die Erforschung kosteneffizienter Lösungen für eine wirksame Beobachtung und Naturschutzplanung für Arten und Ökosysteme.
Piero Visconti, PhD (IIASA): „Zentrale Implikationen unserer Ergebnisse für Politik und Praxis“
Piero Visconti ist Principal Research Scholar und Leiter der Forschungsgruppe Biodiversity, Ecology, and Conservation im Programm „Biodiversity and Natural Resources“ am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA). Viscontis Forschung befasst sich mit der Frage, wie ökologische Prozesse und Naturschutzziele in die räumliche Planung integriert werden können, um Synergien zwischen gesellschaftlichen Zielen für Natur und Mensch zu fördern.
Moderation: Sophie Menasse
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz

