Angebunden statt abgehängt: Wie wird ländliche Mobilität zukunftsfähig? (Mediengespräch, 28.08.2026)

Wann & Wo
Freitag, 28. August 2026
10 Uhr
Via Zoom – zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/meeting/register/9GQzQpfaTm-gYDCVj63D8Q
Kontakt für Rückragen
Anna Hasenauer
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz
+43 664 922 62 64
hasenauer@diskurs-wissenschaftsnetz.at
Cosima Danzl
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz
+43 660 721 83 75
danzl@diskurs-wissenschaftsnetz.at
Öffentliche Mobilität wird quer durch Österreich teurer: 2026 haben fast alle Bundesländer ihre Öffi-Tarife angehoben, und in der Ostregion setzt sich das fort. Nach einer ersten Anhebung im Juli steigen mit 1. September auch die Preise der regionalen KlimaTickets und Strecken-Jahreskarten in Niederösterreich und dem Burgenland. Parallel dazu haben die Verteuerungen der Vorjahre bereits die Verkaufszahlen gedrückt, und die Regionalverkehre stehen unter Spardruck. Gleichzeitig rückt eine Grundfrage in den Fokus: Wie verlässlich kommen Menschen am Land von A nach B, und wer bleibt dabei zurück? Einkommen, Alter und Geschlecht prägen mit, wie gut sich der Alltag bewältigen lässt.
Im ländlichen Raum, wo die Verbindungen ohnehin dünner sind, wiegt das umso schwerer. Das bestehende Modell des öffentlichen Verkehrs stößt hier an seine Grenzen und muss erweitert werden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen wirklich gerecht zu werden. Gefragt sind neue Ansätze, von einer besseren Taktung über flexible On-Demand-Angebote bis hin zu automatisierten Fahrzeugen, die auch abseits der Hauptrouten tragfähige Verbindungen schaffen könnten.
Dies nimmt Diskurs. Das Wissenschaftsnetz zum Anlass, einen Blick auf die zentralen Herausforderungen ländlicher Mobilität und auf vielversprechende Lösungsansätze zu werfen. Expert:innen beleuchten, welche Muster und Hürden den Verkehrsalltag prägen und wie sich Lücken im ländlichen Verkehr mit neuen Konzepten schließen lassen.
INPUTS:
Clara Himmelbauer, MSc (WU Wien): „Geschlechtergrenzen im Verkehrsalltag: Geschlechtsspezifische Mobilitätsmuster und Hürden – neue Erkenntnisse aus der Zeitverwendungserhebung“
Clara Himmelbauer ist Ökonomin am Forschungsinstitut Economics of Inequality an der Wirtschaftsuniveristät Wien. Sie forscht zu Zeitverwendung, besonders im Kontext von Zeitarmut, Mobilität, sowie Zeitverteilung innerhalb von Haushalten und Familien.
Prof. Dr.-Ing. Uwe Plank-Wiedenbeck (Bauhaus-Universität Weimar): „Neue Wege in der Mobilität für den ländlichen Raum – Integraler Taktfahrplan, On-Demand-Angebote und Autonomes Fahren“
Uwe Plank-Wiedenbeck leitet die Professur Verkehrssystemplanung an der Bauhaus-Universität Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Verkehrssystemplanung, der nachhaltigen und smarten Mobilität, dem vernetzten und automatisierten Fahren sowie der digitalen Verkehrsinfrastruktur.
Moderation: Anna Hasenauer
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz

