Dürre in Österreich: Vom akuten Notfall zur langfristigen Anpassung (Mediengespräch, 25.08.2026)

Hitze, Dürre und anhaltende Trockenheit haben der österreichischen Landwirtschaft einen der schwierigsten Sommer seit Jahren beschert: Neben Ernteausfällen beschäftigen die Landwirt:innen auch Notschlachtungen und hochpreisige Futtervorräte. Wie diese Verluste abgegolten werden sollen, ist politisch heftig umstritten: Ein erstes Regierungstreffen von Agrarminister Norbert Totschnig (ÖVP), SPÖ-Staatssekretärin Michaela Schmidt und NEOS-Abgeordneter Karin Doppelbauer ging zuletzt ohne Ergebnis zu Ende, strittig bleiben Gegenfinanzierung und Treffsicherheit der Hilfen. Doch reichen kurzfristige Zahlungen aus, um die Landwirtschaft krisenfest zu machen?

Denn die eigentliche Herausforderung reicht über diesen Sommer hinaus: Extreme Trockenheit wird zur neuen Normalität, Europa erwärmt sich schneller als der globale Durchschnitt. Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr, ob, sondern wie rasch sich die Landwirtschaft anpasst. Viele Lösungen liegen längst auf dem Tisch, von Agroforstsystemen über Humusaufbau bis zu bodenschonender Bewirtschaftung. Die Landwirtschaft ist damit nicht nur von der Klimakrise betroffen, sondern ein wesentlicher Teil ihrer Bewältigung.

Dies nimmt Diskurs. Das Wissenschaftsnetz zum Anlass, sowohl die aktuelle Debatte um Entschädigungen als auch die längerfristige Frage der Klimaanpassung zu beleuchten. Expert:innen ordnen ein, wo staatliche Hilfen sinnvoll ansetzen sollten, welche Maßnahmen sofort umsetzbar sind, was Betriebe für den Wandel wirklich brauchen und warum Österreich das Potenzial hätte, hier international eine Vorreiterrolle einzunehmen.

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Moderation: Anna Hasenauer
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz

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