Konversion statt Krise: Kann die Autoindustrie die Mobilitätswende produzieren? (Mediengespräch, 23.04.2026)

Konversion statt Krise: Kann die Autoindustrie die Mobilitätswende produzieren?

Die Autoindustrie steht weltweit vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Umstellung auf Elektromobilität, veränderte Lieferketten und der Druck, Emissionen zu senken, stellen die Branche vor massive Herausforderungen. Dabei ist Österreichs Autoindustrie nicht marginal: Rund 40.000 Menschen arbeiten direkt in diesem Sektor, über indirekte Wirkungskanäle sind insgesamt mehr als 100.000 Beschäftigte mit der Branche verflochten. Der Strukturwandel wird also für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft erhebliche Folgen haben.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven: Während die klassische Automobilindustrie unter Druck gerät, entstehen neue Chancen durch die Mobilitätswende. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, insbesondere der Bahn, könnte in Österreich bis zu 230.000 Arbeitsplätze schaffen. Die heimische Bahnindustrie zählt dabei zu den innovativsten der Welt: Österreich belegt im internationalen Vergleich den ersten Platz bei Patentanmeldungen pro Kopf im Eisenbahnbereich.

Die zentrale Frage lautet daher: Wie gelingt es, die bestehenden industriellen Kapazitäten und Fachkräfte der Autoindustrie in den Aufbau einer modernen, nachhaltigen Mobilitätsinfrastruktur zu lenken? Ohne koordinierte industriepolitische, arbeitsmarktpolitische und bildungspolitische Maßnahmen könnten der Strukturwandel und verpasste Chancen zu regional konzentrierten Arbeitsplatzverlusten und sozialen Verwerfungen führen.

In diesem Mediengespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz analysieren Expert:innen, wie ein gerechter Übergang gelingen kann und welche Anforderungen an eine integrierte Mobilitäts- und Industriestrategie gestellt werden müssen.

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Moderation: Anna Hasenauer
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz