Mehr als ein Monat: Queere Lebensrealitäten in Österreich jenseits des Pride Month (Mediengespräch, 30.06.2026)

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Der Juni steht in vielen Teilen Österreichs ganz im Zeichen des Pride Month. Mit Ende des Monats ebbt die öffentliche Aufmerksamkeit für queere Themen jedoch schnell wieder ab. Dabei zeigen wissenschaftliche Erhebungen, dass queere Menschen in Österreich das ganze Jahr über mit konkreten Herausforderungen konfrontiert sind. In Österreich nehmen queerfeindliche Gewalt und Diskriminierungserfahrungen zu, obwohl die rechtlichen Schutzbestimmungen in den vergangenen Jahren ausgebaut wurden. Dieser Widerspruch wirft grundlegende Fragen auf: Warum greifen bestehende Antidiskriminierungsregeln offenbar nicht ausreichend, und welche strukturellen Faktoren begünstigen anhaltende Benachteiligung?
Gleichzeitig rückt ein bislang wenig beachtetes Thema in den Fokus: die Situation älterer LGBTIQ+ Personen. Ihre spezifischen Bedarfe in Pflege, Wohnen, Gesundheitsversorgung und sozialer Teilhabe sind kaum dokumentiert und in der politischen Debatte weitgehend absent, obwohl sie mit dem demografischen Wandel zunehmend dringlicher werden. Ältere queere Menschen fallen in bestehenden Versorgungsstrukturen häufig durch das Raster: Ihre spezifischen Lebensgeschichten und Bedarfe werden weder in der Altenpflege noch in der gesundheitlichen Versorgung ausreichend berücksichtigt.
Zum Ende des diesjährigen Pride Month nimmt Diskurs. Das Wissenschaftsnetz mit Expertinnen aus der Forschung die Herausforderungen und Bedarfe queerer Menschen in Österreich in den Blick und fragt, welche Maßnahmen es braucht, die über den Juni hinaus wirksam bleiben.
INPUTS:
Institut für Konfliktforschung
Queer in Wien: Gewalt und Diskriminierung nehmen zu, trotz stärkerer Antidiskriminierungsregeln
Karin Schönpflug
IHS Wien
Ageing in Pride für LGBTIQ+ Personen: Wenig sichtbare, aber drängender werdende Bedarfe
Diskurs. Das Wissenschaftsnetz

